Fluggastrecht

Nach der europäischen Verordnung 261 /2004 (sogenannte Fluggastrechteverordnung) haben Fluggäste gegen die ausführende Fluggesellschaft einen Anspruch auf Entschädigung bei

  • Annullierung
  • erhebliche Verspätung
  • oder Nichtbeförderung

des geplanten und gebuchten Fluges. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Entfernung der geplanten Flugstrecke und beträgt zwischen 125,00 € und 600,00 €.

Darüber hinaus lässt die Fluggastrechteverordnung noch weitergehende Schadensersatzansprüche zu, die oft neben oder durch die Flugstörung entstanden sind (etwa unterbliebene  Urlaubsfreuden, Gepäckverlust, dadurch bedingte Extraaufwendungen wie Hotelkosten, Anfahrtkosten oder Arbeitsausfall).

 

Auf diesem besonderen Rechtsgebiet verfügt Rechtsanwalt Marcus Scholz, aufgrund seiner Tätigkeit bei einem auf Legal Tech basierenden Fluggasthelferportals, sowie der Vertretung einer Fluggesellschaft und der Bearbeitung von mehreren hundert Fällen im Fluggastrecht, über einschlägige Erfahrung und Expertise.

 

Warum sollte man seine Ansprüche von einem Anwalt und nicht durch ein Fluggasthelferportal durchsetzen lassen?

 

Kosten

  • Fluggasthelferportale lassen sich Ihren Service teuer bezahlen. So verlangen sie zum Teil über 40 % der geforderten Summe. 
  • Machen Ihre Ansprüche nur einzeln geltend, sodass Sie (bspw. als Familie) für jedes Mitglied die Servicegebühr bzw. den Kaufpreis zahlen. Dies ist nicht nur teuer, sondern kann auch zu einem vorschnellen Rechtsverlust führen, weil so nur selten die Berufungssumme erreicht wird, mit der Folge, dass der Prozess bereits beim Amtsgericht beendet ist.

Dauer

  • Bis ein Fluggasthelferportal eine Klage einreicht vergehen nicht selten Monate.

Persönlichkeit

  • Die meisten Portale basieren auf Legal Tech und sind für die reine Onlineabwicklung ausgelegt. Hier bleiben individuelle Besonderheiten Ihres Falles oft unberücksichtigt.
  • Portale sind aufgrund ihrer fehlenden Zulassung zur Anwaltschaft manchmal auf die Unterstützung von externen Anwälten angewiesen.

Umfassende Rechtsdurchsetzung

  • Portale machen ausschließlich den Entschädigungsanspruch geltend. Weitergehende und oft ertragsreichere Schadensersatzansprüche machen Sie aufgrund der Komplexität und ggf. anderer Anspruchsgegner nicht geltend. Dadurch werden die Kunden gezwungen, entweder die Ansprüche selbstständig oder durch einen Anwalt geltend zu machen. Werden Sie darüber nicht aufgeklärt, was meistens nur auf Nachfrage geschieht, machen Sie in der Regel gar nicht diese Ansprüche geltend.

 

 

Flugverspätung

Verspätet sich Ihr gebuchter Flug um mehr als 3 Stunden, kann Ihnen eine Entschädigung von bis zu 600,00 € zustehen.  Wir prüfen für Sie kostenlos und unverbindlich, ob Ihr Fall Aussicht auf Erfolg hat. Denn nur wenn sich die Fluggesellschaft nicht auf einen außergewöhnlichen Umstand berufen kann, besteht auch tatsächlich ein Anspruch auf Entschädigung.


Flug Annullierung

Wurde Ihr geplanter Flug annulliert und Sie darüber nicht rechtzeitig informiert, spricht bereits vieles dafür, dass Sie einen Anspruch auf Entschädigung von bis zu 600,00 € haben. Aufgrund unserer Branchenkenntnis und modernster Technik ist es uns möglich, schnell und unverbindlich herauszufinden, ob in Ihrem Fall auch tatsächlich ein Anspruch besteht. Dabei dürfen Sie darauf vertrauen, dass wir nur dann Ihren Fall annehmen, wenn wir nach einer umfassenden Recherche davon ausgehen, dass Ihr Fall Aussicht auf Erfolg hat.


Nichtbeförderung

Damit die Flugzeuge voll sind, vergeben die Fluggesellschaften oft mehr Plätze als sie eigentlich haben. Die Folge ist, dass der Flug überbucht ist, wenn alle Fluggäste ihren gebuchten Flug wahrnehmen. Sollten Sie aufgrund einer Überbuchung Ihren Flug nicht wahrnehmen können, setzen wir für Sie gerne Ihren Anspruch durch.



was ist zu tun, wenn der gebuchte flug annulliert wurde / sich verspätet hat oder ich nicht mitbefördert wurde?

In kaum einem Rechtsgebiet trifft die alte Volksweisheit" Recht haben und Recht bekommen, sind zwei unterschiedliche Dinge", derart den Nagel auf den Kopf, wie im europäischen Fluggastrecht.

Nur weil Sie einen Entschädigungsanspruch gegen die ausführende Fluggesellschaft haben, heißt das (leider) noch lange nicht, dass Sie diesen auch erhalten. In den meisten Fällen wenden die Fluggesellschaften als Grund für die Verspätung oder Annullierung einen außergewöhnlichen Umstand ein oder reagieren gar nicht oder versuchen Sie mit lächerlichen Gutscheinen ruhig zu stellen.

Da sich viele Fluggäste hier oft überfordert fühlen und allein deswegen viel Geld verschenken, indem sie ihren Anspruch an ein Fluggasthelferportal abtreten oder verkaufen, wollen wir hier einen Überblick über den Verlauf (vom gestörten Flug bis zur Entschädigung) geben.

der gestörte flug

Ist der Flug gestört, also erheblich verspätet oder annulliert, gilt es zu prüfen, ob Ihnen ein Entschädigungsanspruch gegen die ausführende Fluggesellschaft zu stehen könnte.

 

Wichtig

Die Verspätung ist erst dann erheblich, wenn Sie ihren Ankunftsort mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden erreicht haben.

Hier habe ich es schon oft erlebt, dass es im Prozess um wenige Minuten ging. Die inzwischen gefestigte Rechtsprechung legt, als den maßgeblichen Zeitpunkt der Ankunft, die Öffnung der Türen zugrunde, sofern es den Passagieren ermöglicht wird, dass Flugzeug zu verlassen. Hier sollten Sie also unbedingt die Zeit (Ortszeit) und Tür / Ausstieg des ersten Passagiers im Auge behalten.  

 

Die Annullierung führt nur dann zu einer Entschädigung, wenn Sie nicht rechtzeitig darüber informiert worden sind.

Nach Art. 5 c) i VO 261/2004 EG steht dem Fluggast eines annullierten Fluges dann kein Entschädigungsanspruch zu wenn,

 

1. Die Fluggesellschaft Ihnen zwei Wochen oder früher mitgeteilt hat, dass der Flug annulliert wurde.

2. Die Fluggesellschaft Ihnen im Zeitraum von sieben Tagen bis zwei Wochen mitgeteilt hat, dass der Flug annulliert wird und Ihnen einen Alternativflug angeboten hat, durch den Sie

 

a. nicht früher als 2 Stunden vor dem geplanten Flug gestartet sind

b. Ihr Endziel nicht später als vier Stunden (wie ursprünglich geplant) erreichen.

 

3. Die Fluggesellschaft Ihnen im Zeitraum von weniger als sieben Tagen mitgeteilt hat, dass der Flug annulliert wird und Ihnen einen Alternativflug angeboten hat, durch den Sie

 

a. nicht früher als eine Stunde vor dem peplanten Flug gestartet sind

b. Ihr Endziel nicht später als zwei Stunden (wie ursprünglich geplant) erreichen.

 

Wichtig

Hier versuchen sich - immer noch- zahlreiche Fluggesellschaften auf den Wortlaut der Norm zu stützen. Nach deren Ansicht seien die Fluggesellschaften lediglich dazu verpflichtet, einen solchen Alternativflug anzubieten, der es ermöglicht, also so geplant war. Diese Ansicht haben die meisten Gerichte inzwischen kassiert und klargestellt, dass es natürlich auch hierbei auf den tatsächlichen Zeitpunkt des Starts bzw. der Landung ankomme.

welche flüge fallen unter die fluggastrechte verordnung 261 / 2004 EG?

Dabei spricht man (juristisch) vom sogenannten Anwendungsbereich der Verordnung.

Nach Art. 3 VO 261/2004 EG fällt jeder Flug unter die Verordnung der,

 

1. auf einem Flughafen der europäischen Union (EU Mitgliedstaaten)angetreten worden ist.

2. oder, sofern es sich bei der Fluggesellschaft um eine europäische Fluggesellschaft handelt

(Liste der Fluggesellschaften),der Flug auf einen europäischen Flughafen endet.

 

wie hoch ist die entschädigung bei einem gestörten flug?

Haben Sie festgestellt, dass es sich bei Ihrem Flug um einen gestörten Flug handelt. Etwa weil er annulliert worden ist oder sich erheblich verspätet hat, gilt es herauszufinden, wie hoch die eigentliche Entschädigung ist.

 

Wem steht eine Entschädigung zu?

Jedem der für seinen Sitzplatz im Flugzeug bezahlt hat. Das bedeutet, dass wenn Sie mit der ganzen Familie geflogen sind, für jeden Passagier eine Entschädigung erhalten können, wenn für den Platz auch bezahlt worden ist (gilt auch für Babys).

 

Wie hoch ist die Entschädigung?

Die Entschädigung bemisst sich nach der Flugstrecke

 

Bis zu 1.500 km beträgt die Entschädigung 250,00 EUR / Fluggast

zwischen 1.500 km und 3.500 km beträgt die Entschädigung 400,00 EUR / Fluggast

ab 3.500 km beträgt die Entschädigung 600,00 EUR / Fluggast.

 

Wie errechnet sich die Fluggstrecke?

Allgemein anerkannt ist die sogennnte Großkreismethode (greatcircle). Ihre Flugstrecke können Sie bequem hier errechnen.

 

Beispiel

Sie und ihre Familie (2xEhegatten 2x Kinder) haben bei der Eurowings einen Flug von Düsseldorf nach New York gebucht. Der Flug sollte um 13.00 Uhr (NY Ortszeit) landen. Tatsächlich landeten Sie aber um 19.00 Uhr. Als Grund für die Verspätung kommt ein technischer Defekt an der Maschine in Betracht. Dieser stellt wie Sie wissen, keinen außergewöhnlichen Umstand dar.

Bei der Eurowings handelt es sich um eine europäische Fluggesellschaft. Ohnehin haben Sie ihren Flug in Düsseldorf angetreten, weshalb die Verordnung (auch bei einer nicht EU Gluggesellschaft) Anwendung findet. Die Verspätung ist auch erheblich, weil sie deutlich über drei Stunden beträgt. Nach der Großkreismethode beträgt die Flugstrecke (DUS - NY) um die 6.000km und damit deutlich über 3.500 km. Folglich steht Ihnen ein Anspruch von 600,00 EUR /  als Fluggast zu.

Sie sind zu viert geflogen (4 x 600 = 2.400 EUR). Mithin können Sie von der Eurowings 2.400 EUR fordern.

 

Anmerkung, würden Sie diesen Anspruch an ein Flugastportal abtreten oder verkaufen müssten sie im Durchschnitt um die 960 EUR von Ihrer Entschädigung abziehen).

wie mache ich meinen entschädigungsanspruch gegen die fluggesellschaft geltend?

Es ist eine traurige Wahrheit, dass eine uns bekannte Fluggesellschaft, ihren Kunden die Entschädigung ohne Weiteres auszahlt, obwohl Sie genau weiß, dass den Passagieren eine Entschädigung zustehen würde.

Daher müssen die Fluggäste ihre Rechte geltend machen.

Das bedeutet, um an ihre Entschädigung zu kommen, müssen Sie diese durch ein Anspruchsschreiben einfordern.

Hierzu haben wir Ihnen ein Muster erstellt, welches Sie lediglich downloaden und mit ihren individuellen Daten ausfüllen müssen.

 

Hinweis: als Frist sollten Sie ein Datum wählen, welches mindestens zwei Wochen in der Zukunft liegt.

Bitte beachten Sie, dass sich der Anspruch gegen die ausführende Fluggesellschaft richtet (also z.B. Eurowings und nicht Eurowings Aviation). Wer die ausführende Fluggesellschaft war, ergibt sich in der Regel aus der Bordkarte, ggf. der Flugnummer oder aber dem Schriftzug auf dem Flugzeug (ggf. nachfragen).

Download
Aufforderungsschreiben Entschädigung
Formular Fluggast.dotm
Microsoft Word Dokument 22.6 KB

die fluggesellschaft reagiert nicht oder lehnt eine entschädigung ab. wie geht es weiter?

Die schlechte Nachricht ist, in den wenigsten Fällen reagiert die Fluggesellschaft positiv auf ihr Aufforderungsschreiben (wenn Sie überhaupt reagiert).

Die gute Nachricht ist, ab jetzt muss die Fluggesellschaft für Ihre Kosten der Rechtsverfolgung aufkommen, sofern der Anspruch besteht (z. B. Rechtsanwaltsgebühren).

Ab diesen Zeitpunkt haben Sie mehrere Möglichkeiten.

 

1. Sie können in den meisten Fällen die Schlichtungsstelle anrufen.

Vorteil ist, dieses Verfahren ist für Sie als Verbraucher kostenlos.

Nachteil ist, es dauert sehr lange (3 - 6 Monate) und ist nur selten von Erfolg gekrönt.

 

2. Sie können selbst klagen.

Vorteil ist, sie sparen im Falle das Sie verlieren die Anwaltskosten.

Nachteil ist, als juristischer Laie sind Sie weder mit dem Fluggastrecht noch mit dem Zivilprozessrecht vertraut. Allein dadurch können Sie bereits den Prozess verlieren.

 

3. Sie können einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin mit der Durchsetzung ihrer Ansprüche beauftragen.

Vorteil ist, die Fluggesellschaft wird sich bei einem anwaltlichen außergerichtlichen Aufforderungsschreiben (2x) überlegen, ob sie an ihrem Verhalten festhalten will (denn jetzt wird es ernst). Darüber hinaus kennt der Anwalt die Rechtsanwältin das Prozessrecht und kann dahingehend einen Prozess führen.

Nachteil ist, die meisten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte oder gar Strafverteidiger kennen sich nicht mit den Besonderheiten des Fluggastrechts aus. Man muss sich vor Augen halten, dass auf Seiten der Fluggesellschaften nahezu immer Experten im Fluggastrecht arbeiten, also Rechtsanwälte die den ganzen Tag nichts anderes machen, als das Fluggastrecht.

 

4. Sie können Ihren Anspruch an ein Fluggastportal abtreten oder verkaufen.

Vorteil ist, sie tragen keine weitere Verantwortung mehr für Ihren Fall. Hier wird so ziemlich alles vom Portal gelenkt und finanziert (Gerichtskosten, Rechtsanwaltsgebühren).

Nachteil ist, hierdurch verschenken Sie sehr viel Geld. Denn dafür das die Portale das Risiko tragen, verlangen sie auch sehr viel. Je nach Fall und Portal sind hier zwischen 30% und 40% von ihrer Entschädigung in Abzug zu bringen. Dazu dauern die von Portalen betriebenen Verfahren sehr lange (bis zu einem Jahr).  Die Prozesse nehmen die Portale nicht selber wahr, sondern beauftragen in der Regel so genannte Terminvertreter, die sich ebenfalls nicht im Fluggastrecht auskennen. Ebenso findet nahezu keine persönliche Betreuung statt und die Schriftsätze sind in aller Regel standartisiert (Textbaustein).

 

5. Ein auf das Fluggastrecht geschulten Rechtsanwalt beauftragen.

Vorteil ist, bei einem Experten im Fluggastrecht operiren Sie von Anfang an auf Augenhöhe mit der Fluggesellschaft. Denn im Gegensatz zu einem Rechtsanwalt, kennt ein auf Fluggastrecht spezialisierter Fluggastrechtler nicht nur die Zivilprozessordnung sondern kann auch die VO 261/2004 EG rauf und runter beten. Darüber hinaus hat er auch nicht nur ihre Entschädigungsansprüche im Sinn, sondern kann Sie auch hinsichtlich anderer in Frage kommender Ansprüche (z. B. Reisemangel, Reisepreisminderung, Schadensersatz wegen Gepäckverlust etc.) beraten, vertreten und diese durchsetzen.

Nachteil ist, sollte der Entschädigungsanspruch tatsächlich nicht bestehen, tragen Sie die Kosten des Rechtsstreits, sofern Sie nicht rechtsschutzversichert sind. Welche Kosten in einem solchen Fall auf Sie zukommen könnten, können Sie hier erfahren. Dazu geben Sie einfach die angestrebte Entschädigung   (z. B. 400,00 EUR) als Streitwert ein.

 

Für welche Alternative Sie sich auch entscheiden, der Ablauf ist zunächst der selbe.

Ob Rechtsanwalt, Fluggastportal oder Experte im Fluggastrecht, alle werden die Fluggesellschaft zunächst außergerichtlich auffordern, die geforderte Entschädigung zu zahlen. Hierzu wird selbstverständlich, wie in ihrem Aufforderungsschreiben eine Frist gesetzt.

Ist die Frist abgelaufen (2- 3 Wochen) wird der Rechtsanwalt oder der Fluggastrechtler keine weitere Zeit verschwenden und beim zuständigen Amtsgericht (i.d.R. in wessen Bezirk der Flughafen liegt) die Klage einreichen. Bei einem Fluggastportal wird dies wesentlich länger dauern (z.B. wegen der Zinsen).

Ist die Klage eingereicht, ob Sie selbst klagen , einen Rechtsanwalt / Rechtsanwältin oder Fluggastrechtler beauftragen, werden Sie aufgefordert, die Gerichtskosten zu zahlen (haben Sie ihren Anspruch abgetreten, werden diese von dem Inkassounternehmen gezahlt). Sofern Sie rechtsschutzversichert sind, werden diese von der Rechtsschutzversicherung bezahlt.

Nun wird die Klage zugestellt. Zeigt die Fluggesellschaft nun rechtzeitig an, dass sie sich gegen die Klage verteidigen will (zwei Wochen nach Zustellung der Klage), hat sie zwei weitere Wochen Zeit um zu begründen, warum sie davon ausgeht, dass sie nicht dazu verpflichtet ist, die geforderte Entschädigung nach der VO 261 / 2004 EG zu zahlen (Klageerwiderung).

 

Hinweis: Da die Fluggesellschaften sich erstaunlicherweise ziemlich häufig immer von den selben Kanzleien vertreten lassen, sind diese chronisch überfordert. Hier stehen die Chancen bereits gut einen Prozess allein deswegen zu gewinnen, weil es die Rechtsanwaltskanzleien nicht rechtzeitig schaffen, die Verteidigngsanzeige bzw. die Begründung zu liefern (Versäumnisurteil).

 

Je nach Fall kann es nun vorkommen, dass die Rechtsanwälte diverse Schriftwechsel vornehmen.

Sofern der Entschädigungsanspruch unter 600,00 EUR liegt, gehen die meisten Gerichte dazu über, ein beschleunigtes Verfahren nach § 495a ZPO anzustreben. Der Vorteil dieses Verfahrens ist es, dass eine mündliche Verhandlung entbehrlich wird. Erfahrungsgemäß wird dies von den Vertretern der Fluggesellschaften jedoch missachtet und sie stellen einen Antrag auf mündliche Verhandlung (um Zeit zu gewinnen).

 

Folglich kommt es bei Pozessen im Fluggasstrecht häufig zu mündlichen Verhandlungen.

Haben Sie selbst Klage erhoben, werden Sie wohl nicht daran vorbei kommen, diesen Termin wahrzunehmen und für Ihr Recht zu kämpfen. Sollten Sie anwaltlich vertreten sein oder ihren Anspruch abgetreten oder verkauft haben, werden Sie in aller Regel nicht zu dem Termin müssen (sofern Ihr Anwalt dafür gesorgt hat, dass Sie nicht erscheinen müssen). Eine Ausnahme gilt für alle Alternativen. Denn es ist möglich, dass Sie oder jemand ihrer Familie/ Reisegruppe als Zeuge geladen wird (gilt auch für den Fall, dass Sie den Anspruch verkauft haben).

Die mündliche Verhandlung

Zunächst führt der Vorsitzende in den Rechtsstreit ein. Dann stellt er eventuell einige Fragen um für sich den Sachverhalt zu klären. Nicht selten war die Fluggesellschaft zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in der Lage den Sachverhalt aufzuzeigen. Sofern Sie sich selbstvertreten, sollten Sie, sofern der gegnerische Rechtsanwalt erst jetzt einen Schriftsatz vorlegt, diesen als verspätet rügen. Unbedingt sollten sie sich vorsichtshalber dennoch eine Schriftsatzerwiderungsfrist geben lassen (auf Protokollierung achten)

Dann gibt es mehrere Möglichkeiten.

Ist der Sachverhalt genügend geklärt, schlägt das Gericht einen Vergleich vor. Diesen sollten Sie wirklich nur dann in Betracht ziehen, wenn Ihre Karten äußerst schlecht stehen.

Ist der Sachverhalt vollständig aufgeklärt und die Rechtslage (zumindest für das Gericht) eindeutig, wird es durch ein Urteil entscheiden.

Ist der Sachverhalt noch nicht vollständig aufgeklärt, wird das Gericht (sofern auch kein Vergleich zustande kommt) in die Beweisaufnahme übergehen. In diesem Fall sind eventuell noch mehrere Verhandlungen notwendig.

Nervig und zeitraubend ist es, was bei bestimmten Rechtsanwälten der Branche (leider) viel zu oft vorkommt, wenn z.B bei einem beschleunigten Verfahren, aufgrund ihres Antrages eine mündliche Verhandlung stattfindet und sie dennoch zu diesem Zeitpunkt keine fristgerechten Schriftsätze eingereicht haben.

Vergessen Sie nicht, etwa weil der Rechtsanwalt aufgrund der Verspätung verumtlich keinen Antrag auf Klageabweisung stellen wird, ( wie sonst auch) ein Versäumnisunrteil zu beantragen. Hier wäre es sogar möglich, durch Urteile entscheiden zu lassen. Das wird aber aufgrund einer bundesverfassungsgerichtlichen Entscheidung von den unteren Instanzen (noch) unterschiedlich gehandhabt.

 

Ist ein Versäumnisurteil ergangen wird die Gegenseite sehr wahrscheinlich dagegen Einspruch einlegen. In diesem Fall kommt es zu einer erneuten Verhandlung (s.o.).

 

Fällt das Gericht ein Urteil zu Ihren Gunsten (und die Gegenseite legt keine Berufung ein), können Sie vollstrecken. In diesem Fall hat die Fluggesellschaft sämtliche Kosten (Kosten des Rechtsanwalts, Gerichtskosten, die Entschädigung) zu zahlen.

Fällt das Gericht eine Entscheidung zu Ihrem Nachteil, sollten Sie prüfen / prüfen lassen, ob eine Berufung möglich (ab 600,01 EUR), § 511 ZPO.

 

 

Tipp. Sollten Sie mit Mehreren geflogen sein (z. B. Familie), sollten die übrigen Familienmitglieder ihre Ansprüche an Einen abtreten. So wird das gesamte Verfahren nicht nur beschleunigt und die Gerichtskosten, Rechtsanwaltskosten sind deutlich geringer, sondern es wird auch die Berufungssumme erreicht. Darüber hinaus können die Anderen auch als Zeugen auftreten.

 

 

wie arbeitet die rechtsanwaltsanzlei scholz im fluggastrecht?

Da Rechtsanwalt Marcus Scholz schon mehrere hundert Fälle im Fluggastrecht außergerichtlich und gerichtlich vertreten hat und hierbei sowohl die Interessen der Fluggäste als auch die Interessen einer Fluggesellschaft vertreten hat, kennt er die Branche, die Fluggastrechteverordnung und die Taktik der Fluggesellschaften wie kaum ein anderer Rechtsanwalt.

 

Nimmt Rechtsanwalt Marcus Scholz nur Mandanten in Dortmund, Lünen, Unna, Schwerte, Hamm, Bochum, Essen und Umgebung an?

Dies ist klar zu verneinen. Aufgrund modernster Technick ist die Rechtsanwaltskanzlei Scholz in Dortmund in der Lage bundesweit Mandanten anzunehmen. Das Fluggastrecht ist auch nicht derart persönlicher Natur, dass eine persönliche Unterredung notwendig wäre. Vielmehr reicht  hier eine einfache Korrespondenz via E-Mail oder freundliche Telefonate aus, damit Rechtsanwalt Scholz über den Sachverhalt aufgeklärt ist.

 

Ich möchte die Rechtsanwaltskanzlei Scholz in Dortmund mit der Durchsetzung meiner Ansprüche beauftragen. Was muss ich tun?

Zunächst freuen wir uns natürlich über Ihr Vertrauen in unsere Kompetenz.

In einem ersten Schritt würden wir uns unverbindlich und kostenlos von Ihnen schildern lassen, was eigentlich genau passiert ist. Darüber hinaus würden wir ihren Flug in diversen Datenbanken prüfen. Wenn wir aufgrund Ihrer Schilderung und der Datenanalyse zu dem Ergebnis kommen, dass Ihr Entschädigungsanspruch Aussicht auf Erfolg hat, würden wir Ihnen in einem zweiten Schritt unsere Vollmacht, die Mandatsbedingungen, die Widerrufserklärung und wenn Sie eine bräuchten die Abtretungserklärung Ihrer Familienmitglieder oder der Reisegruppe zukommen lassen.

Haben Sie diese ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück geschickt (Post), besteht ein Mandatsverhältnis. Ab diesen Zeitpunkt können Sie davon ausgehen, dass wir uns vollständig für Ihre Rechte und Interessen einsetzen und stark machen.

 

Was und wann muss ich das Anwaltshonorar bezahlen?

Wir arbeiten mit völliger Kostentransperanz. Das bedeutet, Sie wissen zu jedem Zeitpunkt, welche Kosten entstehen. In der Regel bitten wir Sie mit Mandatsannahme, zumindest die außergerichtlichen Kosten an uns zu überweisen. Diese werden wir sowohl bei unserem außergerichtlichen Schreiben verlangen als auch im Prozess als Schadensersatz für Sie geltend machen, sodass Sie diese im Falle, dass wir Ihren Anspruch erfolgreich durchsetzen, zurück erhalten.

 

Ich bin rechtsschutzversichert, weiß aber nicht, ob meine Rechtsschutzversicherung auch das Fluggastrecht abdeckt?

Bei uns, als Dienstleister, steht der Service-Gedanke im Vordergrund. Gerne holen wir für Sie bei Ihrer Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage ein (ohne dies gesondert abzurechnen).

 

Ich bin wirtschaftlich nicht in der Lage einen Rechtsanwalt zu beauftragen oder einen Prozess zu führen. Muss ich mich dann an ein Fluggastportal wenden?

Nein. Sollten Sie wirtschaftlich nicht in der Lage sein, unser Honorar (Rechtsanwaltsvergütung) oder die Prozesskosten zu zahlen, besteht (je nach Bundesland) die Möglichkeit, Beratungshilfe und oder Prozesskostenhilfe zu beanspruchen. Gerne unterstützen wir Sie auch hierbei.

 

Wie geht es dann weiter?

Im Prinzip können Sie sich ab  diesen Zeitpunkt zurücklehnen. Wir werden zunächst Ihren Anspruch / Ansprüche individuell außergerichtlich geltend machen. Reagiert die Fluggesellschaft nicht oder lehnt sie fristgerecht ab, werden wir den Flug hinsichtlich der Begründung der Fluggesellschaft nochmal prüfen.

Sodann werden wir beim zuständigen Amtsgericht die Klage einreichen.

Selbstverständlich können Sie zu jedem Zeitpunkt mit uns Rücksprache halten. Es ist für uns jedoch ein Selbstverständnis, dass wir Sie über jeden Verfahrensabschnitt informiert halten.

 

Mündliche Verhandlung

Selbstverständlich nehmen wir (egal wo) die Termine selbst wahr und schicken keine Vertreter.

Je nach Entfernung und Ihrem wirtschaftlichen Hintergrund bitten wir gelegentlich um einen Vorschuss der Reisekosten (die ebenfalls von der Gegenseite zu tragen sind).

Grundsätzlich stellen wir beim Gericht für unere Mandanten ein Freistellungsantrag. Aber selbstverständlich steht es Ihnen frei an der Verhandlung teilzunehmen. Hierzu werden wir Sie entsprechend befragen.

 

Sollten wir dann das Verfahren gewinnen, werden wir gegen die Fluggesellschaften vollstrecken und Ihnen Ihre Entschädigung nebst Zinsen, ggf. die verauslagten Rechtsanwaltsgebühren, die Gerichtskosten etc. auszahlen.

Sollte das Verfahren zu Ihren Ungunsten ausfallen, werden wir gewissenhaft mit Ihnen die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen und diese ggf. einlegen.

Sollte eine Berufung nicht möglich sein oder keine Aussicht auf Erfolg haben, wäre unser Honorar fällig.

Je nach Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen wäre eine angemessene Ratenzahlungsvereinbarung denkbar. Sprechen Sie uns einfach darauf an.

 

In einem letzten Schritt würden wir uns bei Ihnen, für Ihr Vertrauen bedanken und Sie um ein Feedback und ggf. einer Bewertung bitten. Besonders ein Feedback ist uns wichtig um uns kontinuierlich verbessern zu können.

 

Wenn Sie das überzeugt hat, freuen wir uns, wenn Sie mit uns in Kontakt treten. Gerne können Sie hierzu das unten stehende Fomular benutzen.

 

Beste Grüße aus Dortmund

Ihr Marcus Scholz

Rechtsanwalt & Strafverteidiger

 

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