Für viele ist der Schritt, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, mit einigen Hürden verbunden. Während          " gutbetuchte" Menschen, wenn sie sich in ihren Rechten verletzt sehen, ganz selbstverständlich sagen:

"Sie hören von meinem Anwalt" ist es für die breite Masse eher ein Kinoslogan. Dass dieser beruhigende Slogan auch zu Ihrem werden kann, ohne dass Sie am Ende auf einem Berg von Anwaltsrechnungen sitzen, sollen die nachfolgenden Informationen zeigen.

 

Erstberatung

Wie jede qualitative Dienstleistung, ist auch die Rechtsberatung mit Kosten verbunden. Bei der Erstberatung eines Verbrauchers, ist der Rechtsanwalt gehalten, ein Honorar von bis zu 190,00€ zu fordern.

Schildern Sie uns Ihren Sachverhalt. Gewissenhaft, kompetent, unverbindlich und vor allem für Sie kostenlos, prüfen wir zunächst die Sach - und Rechtslage. Nur wenn wir zu der Überzeugung gelangen, dass wir Ihnen eine Handlungsempfehlung aussprechen können, berechnen wir eine Pauschalgebühr in Höhe von 100,00€ . Selbstverständlich werden Sie vorher darüber aufgeklärt. 

 

Außergerichtliche Tätigkeit

Nicht jede Streitigkeit landet vor Gericht. Um Ihren Geldbeutel und Ihre Zeit zu schonen, sind wir stets bemüht, den Konflikt bereits außergerichtlich zu beenden.

Zur außergerichtlichen Tätigkeit gehört nicht nur eine umfassende Prüfung der Sach - und Rechtslage, sondern auch die Korrespondenz mit Ihren Gegnern. In der Regel handelt es sich hierbei um Aufforderungsschreiben, die Abwehr von Forderungen, die Einleitung von Mahnverfahren, Widerspruchverfahren,  die Erstellung oder Überprüfung von Verträgen, Kündigung, Verhandlungen mit der Gegenseite (Vergleich) u.v.m.

Hierbei können die Kosten erheblich, je nach Rechtsgebiet und Fall, variieren. Um die Kosten möglichst transparent zu halten, haben wir drei Kostenmodelle entwickelt.

 

Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)

Bei diesem Kostenmodell rechnen wir nach den gesetzlichen Vorgaben ab. Um Ihre Kosten zu ermitteln, ist der Gebührenwert, bzw. der Streitwert maßgeblich. Anhand des Streitwertes (z.B. die Höhe der Forderung), können in der Gebührentabelle die Kosten ermittelt werden.

Beispiel: Sie verkaufen Ihre Lieblingssammlung für 1.000 €. Nachdem der Käufer Ihnen bereits 600 € überwiesen hatte, laufen Sie nun den restlichen 400 € hinterher. Nun entschließen Sie sich, Ihrer Forderung mehr Druck zu verleihen und beauftragen einen Anwalt damit, Ihre Forderung durchzusetzen. Der Streitwert sind die noch fehlenden 400 €. Ein Blick in die Tabelle zeigt dem Anwalt, dass er für seine Tätigkeit (Aufforderungsschreiben, Beratung), insgesamt 83,54 € (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) geltend machen kann.

Tipp: Wenn Sie den Schuldner zuvor durch ein Schreiben in Verzug (Frist von 2 Wochen setzen) gesetzt haben, muss er die Anwaltskosten als Schadensersatz zahlen.

Sollten Sie eine Abrechnung nach dem RVG wünschen (Regelfall), halten wir Sie jederzeit darüber im Klaren, welche Kosten evtl. anfallen.

 

Stundenhonorar

Ein zweites Kostenmodell stellt eine Abrechnung nach einem zuvor vereinbarten Studenhonorar dar.

Je nach Komplexität des Falles arbeiten wir mit Stundensätze von 80,00€ bis 230,00€. Dieses Kostenmodell ist vor allem für eine engere Zusammenarbeit geeignet und stellt für Sie den Vorteil dar, dass Sie jederzeit darüber informiert sind, welche Schritte genau unternommen worden sind. Dies eignet sich in der Regel, wenn Sie gleich mehrere Sach - und Rechtsfragen beantwortet haben möchten (z.B. Gründung einer Firma, Verein etc.). Deshalb wird dieses Kostenmodell meistens auch nur von Unternehmen und nur selten von Privatpersonen bevorzugt. Je nach dem, was Ihr Anliegen ist, könnten Sie sich hierbei jedoch besser stellen. Sollte dies in Ihrem Fall der Fall sein, werden wir das von uns aus ansprechen.

Anmerkung: Sollen die Rechtsanwaltskosten als Schadensersatz dem Gegner auferlegt werden (so auch bei einem gewonnenen Zivil - Prozess), kann nur die Höhe nach dem RVG gefordert werden.

 

Festpreis

Die volle Kostenkontrolle (von Anfang an) haben Sie mit dem Kostenmodell "Festpreis".

Hier vereinbaren wir im Vorfeld mit Ihnen einen Festpreis, der unsere vereinbarte Dienstleistung abdeckt. Denn manchmal erscheint eine Abrechnung nach RVG aufgrund des Streitwertes für den Aufwand nicht gerechtfertigt, oder der zu erwartende Aufwand kann nicht sicher eingeschätzt werden, was die Kosten eines Stundenhonorars in die Höhe treiben kann. Dieses Modell bietet sich vor allem für Überprüfungen, oder Erstellungen von Verträgen, oder der Erstellung von Gutachten und Handlungsempfehlungen an.

 

Eine weitere Besonderheit stellt unsere Kombinationsmöglichkeit dar. Hier vereinbaren wir mit Ihnen einen Stundensatz in Kombination mit einem Höchstpreis. Sollte unser Aufwand unter dem Festpreis liegen, so zahlen Sie nur den zuvor vereinbarten Stundensatz.

 

Gerichtsverfahren

Kommt es einmal zum Prozess, fallen neben den Anwaltskosten ggf. auch die Gerichtsgebühren und die gegnerischen Anwaltskosten an. Bei einem Zivilverfahren tragen diese Kosten, wie auch die Verfahrenskosten (z.B. Sachverständiger), die unterlegene (Verlierer) Partei.

Hier gibt es, je nach Gericht und Rechtsgebiet, verschiedene Ausgestaltungen, über die wir Sie im Vorfeld im Rahmen unserer Risikoanalyse umfassend aufklären. Hervorgehoben sei jedoch, dass bei den Arbeitsgerichten jede Partei ihre Anwaltskosten selbst zu tragen hat, während bei einem Sozialgericht, keine Gerichtsgebühren erhoben werden.