charta der rechte des mandanten

Der Mandant hat

  1. das Recht auf anwaltlichen Beistand eines von ihm frei gewählten Anwalts seines Vertrauens zu jeder Zeit, auch wenn er nicht über ausreichende Mittel verfügt,
  2. das Recht auf einen persönlich und wirtschaftlich, auch von staatlicher Gewalt unabhängigen Anwalt,
  3. das Recht auf einen Anwalt, der von Weisungen und Einflüssen Dritter frei ist,
  4. das Recht auf einen der absoluten Verschwiegenheit -auch gegenüber Gerichten und Behörden- verpflichteten Anwalt, dessen Vertraulichkeit im persönlichen, telefonischen und schriftlichen Verkehr gewährleistet ist,
  5. das Recht auf einen Anwalt, der sorgfältig und ausschließlich die Interessen des Mandanten und keine widerstreitenden Interessen vertritt,
  6. das Recht auf vollständige Berücksichtigung des Vorbringens seines Anwalts,
  7. das Recht auf einen qualifizierten und fachlich geprüften Anwalt, der für fehlerhafte Dienstleistung haftet,
  8. das Recht auf eine prüfbare Abrechnung der anwaltlichen Dienstleistung.

 

Verabschiedet auf der 90. Hauptverhandlung der Bundesrechtsanwaltskammer am 26. Oktober 2001 in München (Abgedruckt in Berufsrecht der Anwaltschaft, 16 Aufl. 2016 Hrsg. Horn/ Huff)


der rechtsanwalt

Das Bild des Rechtsanwaltes ist maßgeblich durch Hollywood Blockbuster wie " Im Auftrag des Teufels" oder Serien wie "Boston Legal" und "Suits" geprägt. 

Stets agieren hier smarte Typen in perfekt sitzenden Maßanzügen, die in letzter Sekunde noch ein Ass aus dem Ärmel ziehen und somit ihren Mandanten zu ihrem Recht verhelfen und die Welt ein wenig gerechter machen.

Dafür erhalten sie Stundenhonorare die jenseits von Gut und Böse sind.

 

Mit diesem Bild im Kopf darf es nicht verwundern, dass viele Bürgerinnen und Bürger den Weg zum Anwalt scheuen und ihre Rechte und Interessen nicht wahrnehmen.

 

Mit diesen Vorurteilen möchten wir, im Interesse unserer Mandanten, aufräumen. Wir legen größten Wert auf Transparenz und einer offenen Kommunikation.

 

Daher sprechen wir mit Ihnen ganz offen über die Kosten und ihren Erwartungen und geben Ihnen einen Einblick, in die tatsächliche Tätigkeit ihres Anwaltes.

 

Stellung des Rechtsanwalts

Nach der Bundesrechtsanwaltsordnung ist der Rechtsanwalt ein unabhängiges Organ der Rechtspflege  (vgl. § 1 BRAO) und übt einen freien Beruf aus (vgl. § 2 BRAO).

 

Pflichten des Rechtsanwaltes

Der Rechtsanwalt hat seinen Beruf gewissenhaft auszuüben. Er hat sich innerhalb und außerhalb des Berufes der Achtung und des Vertrauens, welche die Stellung des Rechtsanwalts erfordert, würdig zu erwiesen(vgl. § 43 BRAO).

 

Der Rechtsanwalt darf keine Bindungen eingehen, die seine berufliche Unabhängigkeit gefährden.

Insbesondere ist er zur Verschwiegenheit verpflichtet. Diese Pflicht bezieht sich auf alles, was ihm in Ausübung seines Berufes bekanntgeworden ist. Der Rechtsanwalt darf keine widerstreitenden Interessen vertreten und ist verpflichtet, sich fortzubilden. (vgl. § 43a BRAO).

 

Der Rechtsanwalt muss eine Verteidigung oder Beistandsleistung übernehmen, wenn er nach den Vorschriften der Strafprozessordnung, des Gesetzes über Ordnungswidirgkeiten, des Gesetzes über internationale Rechtshilfe in Strafsachen oder des IStGH - Gesetzes zum Verteidiger oder Beistand bestellt ist (vgl. § 49 BRAO).

 

Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, die in dem Beratungshilfegesetz vorgesehene Beratungshilfe zu übernehmen, es sei denn, er kann diese aus wichtigen Grund ablehnen (vgl. § 49a BRAO).

 

Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung zur Deckung der sich aus seiner Berufstätigkeit ergebenen Haftpflichtgefahren für Vermögensschäden abzuschließen (vgl. § 51 BRAO).

 

Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, das Mandat in angemessener Zeit zu bearbeiten und den Mandanten über die alle für den Fortgang der Sache wesentlichen Vörgangen und Maßnahmen unverzüglich zu unterrichten. Dem Mandanten ist insbesondere von allen wesentlichen erhaltenen oder versandten Schriftstücken Kenntnis zu geben (vgl. § 11 BORA).

 

Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, bei begründetem Anlass auf die Möglichkeiten von Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe hinzuweien (vgl. §16 BORA).

 

Zusammengefasst bedeutet das, dass der Rechtsanwalt ausschließlich die Interessen seines Mandanten, unabhängig seiner wirtschaftlichen Fähigkeiten, zu vertreten hat. Er hat ihn sachgerecht und kompetent zu beraten, zu vertreten zu verteidigen und seine Ansprüche durchzusetzen.

 

Wir nehmen unsere Verpflichtung sehr ernst und sehen uns daher als

Schild und Schwert

unserer Mandanten.